Vive le Français!

Ja, Ihr habt richtig gehört: Es lebe Französisch!
Manch einer reagierte mit Entsetzen auf die Wahl, die wir im Laufe der elften Klasse trafen: „Französisch-LK? Oh, Gott...“. Tja, wir haben’s überlebt – und es hat uns viel Spaß gemacht.
Vor zwei Jahren begaben sich nämlich 15 Schäfchen und zwei Böcke mit ihrem Mutterschaf auf eine Reise in die geheimnisvollen Gefielde des Wein- und Käse- liebenden Landes. Wir wanderten durch die Bretagne und die Normandie bis hin nach Korsika, hatten hier gerade ein Schäfchen verloren (Kurzzeitschäfchen Marlies: Bonne chance!), da fand ein anderes Anschluß an unsere Herde, begaben uns ein Semester lang in gefährliche, atemraubende Situationen (in Fachkreisen auch Facharbeit genannt) und stürzten uns zu guter Letzt in ein Abenteuer, welches uns endlich ans Ziel führen wird. Unser Mutterschaf, Frau B.-J., sorgte dabei stets für die nötige Verpflegung und abwechslungsreiche Motivation (Ich hab da noch ein Bonbon für Sie. Silbenrätsel!) und war immer für uns da, wenn wir zu verzweifeln drohten. Wir werden die vielen praktischen Tipps (Windeln sind in Frankreich teurer. Nehmen Sie bei Bedarf genug von hier mit!) nicht vergessen, werden uns in arbeitsreichen Zeiten immer besonders belohnen und auch immer alle faux amis berücksichtigen, wenn wir uns dann doch mal in das Land des Jaques Chirac (est presque un poème! O-Ton BJ) trauen sollten. Vielleicht haben wir ja auch mal das Glück und die Ehre, den allmächtigen Nicolas zu treffen.
Nicht wahr, Elmar? Unser Korrektur-böckchen hat uns immer unüberhörbar (wirklich unüberhörbar!) Einsicht und neue Vokabeln verschafft. Für die Feinheiten war unser Grammatik-schäfchen Nadine zuständig, perfekt ergänzt durch Tanja, das Erinnerungs-schäfchen (was kommt denn in der Klausur dran?). Elin, das Info-schäfchen, hielt uns wenn sie denn einmal nicht krank war oftmals auf dem Laufenden was Studien in Frankreich angehen. In einer idealen Herdenzusammenstellung muss natürlich jemand für die Auffrischung der Energiereserven herhalten: unser bizarrer Schoko-bock Stefan ließ keine Soße anbrennen. Dann hatten wir auch noch ein Schäfchenduett in unserer Mitte: Cornelia und Esther zeigten uns immer was Teamwork heißt. Bei soviel Arbeit durfte das Im-Streß-schäfchen Nina R. dann schon mal feige und Feige verwechseln. Doch gab es in unserer Herde auch Exemplare, die von allem nicht genug kriegen konnten: unser arbeitswütiges Schäfchen Inken schrieb in Klausuren NIE unter 2000 Wörter. Und unsere Kicherschäfchen Julia und Hannah verfielen allzu oft dem bereits genannten Schokoladengenuß. Für theatralische Inspiration sorgte unser Theater-schäfchen Jennifer und wenn es darum ging, zu Veranstaltungen (Oreste!) oder Herdentreffen zu gelangen, war das Auto-schäfchen Kathi schon zur Stelle. Wie gesagt, erhielten wir nach einiger Zeit Unterstützung durch unser Halbzeit-schäfchen Sonja, das von nun an das Korrektur-böckchen des öfteren im Zaum hielt. Juliane, unser Kleines-Schwester-schäfchen hat uns mit ihrer offenen Art gezeigt, dass sie viel Spaß hat, selbst wenn sie nicht jede von ihrem Bruder gelesene Lektüre kannte. Den Anfang machte das tapfere Erst-schäfchen Marion nicht nur im Alphabet, sondern auch im Unterricht und das schlaue Schlummerschäfchen Nina L., lieb und verträumt, haute alles in den Klausuren wieder heraus.
En fin de compte, unser Mutterschaf, Frau B.-J. Immer kräftig unterstützt von ihrer Familie half sie nicht nur uns bei den pas vers la maturité, sondern auch Gleichgesinnten in Quedlinburg.
Merci pour tous... vielleicht klappts ja noch mit der Kursfahrt!
Bisous,
der Französisch-LK 2000-2002