Abi2002ibAGymnasium im Schloß Wolfenbüttel
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Leistungskurs Englisch, Herr B

Auch wenn wir den Unterricht nie pünktlich beginnen konnten, da Herr B. als Vertretungsplankoordinator frühestens fünf Minuten nach dem Klingeln den Raum betrat, legte er auf Anwesenheit immer besonders viel Wert. So mussten wir uns immer Ausreden für unser zu Spätkommen einfallen lassen.

"Wo ist denn Katja?"
Sina:" Bei Rossmann."
Ein paar Minuten später trifft Katja ein: "Entschuldigung, aber ich hatte noch dringend etwas mit Herrn W. zu besprechen."
Doch auch die spärlich vertretene Männerfraktion, die im Laufe der beiden Jahre fast halbiert wurde, war nicht immer "on time".
Sebastian: " Tut mir leid, ich bin im Verkehr stecken geblieben! - Mit dem Auto!"

Um uns die 7te Stunde am Montag zu versüßen, legten wir regelmäßige Keksstunden ein. Zu Herrn B. Bedauern hielten diese uns zumeist vom Unterricht ab, bis er uns androhte, sie abzuschaffen, was unseren Hungertod bedeutet hätte. So bemühten wir uns leiser zu kauen und weniger zu knistern;-)
Da wir  ein sehr verfressener Kurs waren, frühstückten wir freitags häufig gemeinsam (mindestens fünf Mal). Sogar ein Kurstreffen fand im Chinarestaurant "Wan Bao" statt.
Unser erstes Kurstreffen hielten wir in Sebastians Keller ab (Vielen Dank noch mal dafür!)
Ob niveauvoller Englischunterricht oder doch eher Talkshow (die Kursteilnehmer hatten verschiedene Ansichten zum Unterrichtsablauf), waren doch viele Stunden recht amüsant, denn es fiel uns nicht besonders schwer unseren LK-Lehrer vom Unterricht abzulenken. Zum einen erhielten wir ausführlichste Informationen über Facharbeit und Abiturbewertung, zum anderen erfuhren wir aber auch, dass Herr B. eigentlich Bauer werden wollte und nur durch Zufall Lehrer geworden ist, was aber keine schlechte Entscheidung war, wie wir finden.
Auch bei Problemen wandte er sich vertrauensvoll an uns, und so berieten wir ihn welche Handys für seine Töchter die geeigneten Weihnachtsgeschenke wären.
Obwohl zwischen einigen von uns Spannungen herrschten, war die Atmosphäre in unserem Leistungskurs doch recht entspannt, wozu Herr B. auch sein Anteil beitrug.
Die Arbeit mit Ihnen war auch dadurch angenehm, da Sie meist versuchten uns entgegenzukommen und erleichterten uns schwierige Lektüren durch deutsche Übersetzungen. Für die netten zwei Jahre möchten wir uns hiermit bedanken.