

Wenn man an unsere Jennifer denkt, denkt man sofort an den kessen Rotschopf, der immer einen flotten Spruch auf Lager hat. Aber das war nicht immer so...
Begonnen hat alles mit dem sehnsüchtigen Wunsch (und das ist keine Ironie) aufs Gymnasium zu gehen. Auf einmal stand das kleine, blonde, unschuldige Mädchen vor 7 Jahren vor den großen Toren des GiS, wo sie begann, ihre Chance zu nutzen.Trotz anfänglicher Schwierigkeiten, war Schule nur das halbe Leben. Die andere Hälfte verbrachte sie in der Remlinger Sporthalle oder auf dem Schießstand in Groß Biewende. Und das zahlte sich aus: Mit der Tanzgruppe New Kids bzw Basic Style war sie jahrelang auf Aufsteigerkurs und mit ihrer Luftpistole machte sie sich 2 mal auf den Weg nach München - zur Deutschen Meisterschaft! Aber Jennifer hat ihre Freizeit nicht nur eigennützig gestaltet. Sie arbeitet schon seit längerem an unserer Zukunft bzw der Zukunft "ihrer Kinder, die sie nicht haben wird". So entstanden z.B. Fahrgemeinschaften zur Disko, zur Schule und wieder zurück. Desweiteren sammelte sie bei jeder Gelegenheit Unterschriften gegen Massentierhaltung o.ä.. In Anbetracht dessen, erscheint es auch nicht ungewöhnlich, wenn in einem abgelegenem Hotelzimmer in Budapest eine Stimme erschallt: "Muß noch wer? Sonst spül ich!!" Einziger dunkler Fleck auf einer sonst reinen Umweltweste ist ein "Twinker Pingo" (wie sie ihr Auto nach einigen Alkoholeinheiten liebevoll nennt) mit dem Jennifer A. aus Groß B. die Wolfenbüttler Landstraßen unsicher macht. Im Laufe der Zeit verflog ihre Begeisterung an so manchem Schulfach: So schaffte sie es z.B. in nur wenigen Englischstunden Romane von tausendseitigem Umfang zu lesen und auch die Frage "Spielen wir heut noch was?" wurde in so mancher abiturrelevanten LK-Stunde nicht selten gehört. Das liegt vielleicht an ihrer Begeisterung fürs Schauspielen, die nicht nur als blödsinnige Pepi, ländliche Inge oder rassige Monika Gall sondern auch als verrückter Professor und Kleopatra zum Vorschein kam. So hat auch ihr Praktikum am Staatstheater Kassel so einiges mitsichgezogen. Nicht nur äußerlich (aus blond mach rot) sondern auch sonst hat sie einiges umgedreht: So blieb seitdem der Fernseher zur gewohnten Soap-Zeit der öffentlich rechtlichen aus und auch die Einnahme-Ausgabe-Liste wurde in die unterste Schublade verdrängt. Bemerkenswert ist auch die Art wie sie zu feiern gelernt hat. So kann es einem schonmal passieren, daß man mit Jennifer bis in die frühen Morgenstunden in einer Kasseler Schwulenbar durchtanzt oder einen gutgeplanten Sambuca-Abend frühzeitig beenden muß.
Jennifer ist offen für alles neue und ihre Spontanität kommt vorallem durch die Ahlschen Merkzettel (mit unendlich vielen Spiegelstrichen, die nacheinander abgearbeitet werden) zum Ausdruck. Wie man sieht, hat sich Jennifer im Laufe der Zeit zu einer selbstbewußten und willensstarken Person entwickelt, die jedem mal ganz gerne (natürlich in Kontraposition) auf ironische Art und Weise ihre Meinung sagt. "Das war ironisch gemeint, aber dafür erfordert es eine gewisse Intelligenz." Tja, für den einen ist Jennifer frech, für den anderen der wahrscheinlich ehrlichste Mensch der Welt!