Es folgt ein Rezeptvorschlag zum Nachkochen.

Zuvor möchten wir vom Physik-LK uns jedoch bedanken bei Uwe L., unserem Kursleiter, denn mit ihm schmeckt es – wie Sie gleich sehen werden – einfach besser! Wertvolle Tipps zum Gelingen dieses Gerichtes haben Professor W. und Lab.-Ing. Bernd „Jack“ G. vom Fachbereich Versorgungstechnik der hiesigen Fachhochschule beigetragen.
Zutaten: 250 g Mehl, 1 Prise eines „Lehrers, der seine Schüler zum selbstständigen Arbeiten motiviert“, 2 Eigelb, ¼ l Milch, ¼ l der Flüssigkeit mit der spezifischen Wärmekapazität von 4,19 kJ / (kg · K), 2 Eiweiß, Öl zum Backen
Mehl, einen „Lehrer, der seine Schüler zum selbstständigen Arbeiten motiviert“, Eigelb, Milch und die Flüssigkeit mit der spezifischen Wärmekapazität von 4,19 kJ / (kg · K) in eine Schüssel geben. – Für das Gelingen des Gerichtes sollten Sie unbedingt darauf achten, dass der Lehrer dabei nicht nur den ungestörten Konsum von Kaffee während der Unterrichtszeit intendiert, sondern auch das erfolgreiche Absolvieren eines Studiums (idealerweise im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich) im Auge hat. Sollten entsprechende Bekanntschaften im Verlauf der Schullaufbahn nicht gemacht worden sein, sehen Sie sich bitte unser Kursfoto an. Leider müssen wir darauf hinweisen, dass diese Spezies – ähnlich wie echte Trüffel – äußerst rar ist. Kleiner Tipp: Am ehesten können Sie sie noch an dieser Schule antreffen, oder doch in Bad Reichenhall?!
Alle Zutaten miteinander verquirlen. – Die Hausfrau/der Hausmann wird sich vermutlich nichts leichteres vorstellen können. Doch Absolventen des Physik-LKs, hart auf die Probe gestellt durch die intensive Zusammenarbeit mit der Fachhochschule BS/WF vor allem während der 1-semestrigen Unterrichtseinheit Thermodynamik (das beinahe 50-seitige Skript deutet fast auf eine reguläre Vorlesung hin), erschließen sich bei diesem Vorgang ganz andere Dimensionen: So fragen wir uns, ob die Rührschüssel ein offenes, geschlossenes oder gar abgeschlossenes System darstellt, ob die Systemgrenze Wärme durchlässig oder „adiabat“ ist. Interessant erscheint uns auch der Aspekt, wie denn nun die vom Rührgerät unserer Rührschüssel zugeführte Dissipationsarbeit energetisch zu bewerten sei.
Teig 10 min ruhen lassen. Eiweiß zu Schnee schlagen, unter den Teig heben. Wahlweise in den Teig Apfelscheiben geben. Fett in der Pfanne erhitzen. Jeweils einen Schöpflöffel Teig reingeben. Pannekoek (ein Tribut an unsere Abi-Tour!) auf beiden Seiten goldgelb backen. – Neben der Schwierigkeit des Wendens möchten wir darauf hinweisen, dass die Pfanne samt Inhalt nicht nur vom Herd Energie bezieht, sondern auch durch Absorption von Lichtquanten der Energie h · f, wobei h = 6,6 · 10 –34 Js das Planck’sche Wirkungsquantum darstellt und f die Frequenz des Lichts. Sie brauchen jedoch nicht in Panik zu verfallen, denn im Alltag tangiert Sie die Quantenphysik nicht im geringsten.
Alfred Biolek würde zur Befriedigung seiner kulinarischen Bedürfnisse vermutlich ein anderes Rezept wählen und auch unser Physik-LK würde über kurz oder lang seine Antipathie gegenüber dem B.’schen Biologie-Leistungs(?)-Kurs aufgeben, um sich an deren Salaten laben zu können.
Die Hauptaufgabe im Bildungssektor lautet jedoch nicht den Gaumen zu erfreuen, sondern vielmehr die deutschen Schüler vom „Schlusslicht“ (PISA-Studie) in eine Spitzenposition zu katapultieren.
Als geneigter Leser werden Sie zugeben müssen: Ein Lehrer, der seine Schüler zum selbstständigen Lernen motiviert, und ein neues Projekt mit dem verheißungsvollen Namen „Formel X“ (sogar Ferraristi sagen: „besser als die Formel 1“) ergeben zusammen mit unserem Physik-LK – einer Symbiose aus geballter Kraft und weiblicher Intuition – eine wohl unschlagbare Kombination.
(Anmerkung: Die ominöse Flüssigkeit mit der spezifischen Wärmekapazität von 4,19 kJ / (kg · K) ist – Sie werden es erahnt haben – profanes H2O.)