Abi2002ibAGymnasium im Schloß Wolfenbüttel
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Leistungskurs Mathematik, Herr L

Der Mathe(förder)kurs bei Kalle

Kursbericht ende.

Nein, also jetzt wissen wir halt nicht, wie wir anfange sollen. Wir sind halt verwirrt. Bei diesem Mathe-LK bleibt einem auch nichts anderes übrig.

Nicht verwunderlich, wenn die Anzahl der Schüler die Zahl 13 ergibt. Und so ist jede Stunde für den mutigen Herrn L. ein Kampf gegen die wilde 13. Mit nahezu professorischer Präzision versucht er den unwissenden, aber äußerst gut aussehenden, Mathe(förder!)-Lklern ein bisschen mathematisches Verständnis beizubringen. Doch zu beginn einer jeden Stunde muss er eine große Klatsch-und-Tratsch-Runde auflösen, die jegliches Thema von „Wie backt man einen Broccoliauflauf“ über „Was macht Habils Sportwette“ bis zu „Was geht am Freitag“ oder „Wie werde ich Bundeskanzler“ dreifach durchdiskutiert hat. Dies schafft er meist durch pointierte und meist herb-lustige Anmerkungen die auf das Privatleben der Redensführenden anspielt.

Dieses Vorgehen führt er auch im Unterricht durch, um wenigstens etwas Interesse für seine Wissenschaft zu erwecken. So wird Habil zum mathematischen Fußballspieler, der zum Unterricht die Turnschuhe mitnehmen sollte und ab und zu eine rote Karte bekommt, oder Daniela wird durch den Spruch „gehen Sie immer nach dem Vorspiel nachhause?“ zurück zum mathematischen Problem gezogen. Und wenn Jonathan eine gute Bemerkung gemacht hat, reicht ihm Herr L. gerne auch dessen zuvor eingezogene Getränkedose für einen erfrischenden Schluck oder gibt ihm sein „Fingerboard“ zum spielen zurück.

Und wenn das nicht schon genug für den armen Herrn L. wär, kommt jede Stunde auch noch jemand zu spät oder gar nicht, weil er entweder verschlafen hat, zu lange gefeiert hat, den meist SEHR langen Schulweg nicht überstanden hat oder einfach aus gesundheitstechnischen Gründen nicht am Unterricht teilnehmen kann. Doch auch dieses Problem löst der Pädagoge oft geschickt mit geschickten Anspielungen, die auf seiner präzisen Schülerkenntnis beruhen. Diese konnte er bei den zwei überragenden Kurstreffen, die sich TOTAL vom Unterricht unterschieden, weiter stärken. Und da die Schüler eh schon so schlecht auf trockene Mathematik anspringen und lieber über den Sinn dieser Kunst diskutieren, versucht er auch dann, auf lebensnahe Weise Mathematik zu vermitteln. Nach dem Motto: „Wie viele Becher Sahne dürfen wir in die Lasagne tun, damit Herr L. nicht über sein Kalorienmaß kommt?“.

Alles in allem ist unserer Kurs der multikulturellste Kurs aller Zeiten. Vom Ausgeflippten, über die Hausfrau, den Fußballer, den/die etwas trotteligen, den Punker, die ruhigen intelligenten Beisitzer, die Quasseltante zum Sprücheklopfer. Klar, dass da viel Gesprächsstoff besteht.