Willkommen in Deutschland, hier leben 80 Millionen Opfer, viele Blender und wenige Styler … und natürlich unser von Gott gesanter Punker Jonathan. Aber halt, "Punk", so möchte er nicht genannt werden, und eigentlich ist er auch keiner. Viel zu anständig. Es handelt sich hier vielmehr um einen Menschen, der seinen mathematisch und literatisch hoch ausgereiften Intellekt hinter einer unscheinbaren Fassade verstecken möchte. Darüber hinaus hat er auch sehr viel mehr Stil als irgendein Anarchist von der Straße, denn wer trägt dort schon eine Lederjacke mit Leopardenfellansätzen. Doch es gibt auch Parallellen, sei es nun die Vorliebe für das herrumsitzen auf Treppenstufen und dreckigen Böden, oder das fast unentgeldliche über die Runden kommen auf Partys. Aber im Sommer geht er dann ja wieder bei seinem Daddy aufe Arbeit Malochen, wovon er sich wieder unzählige Punkrock-Scheiben und Minidisks kaufen kann. Man könnte fast sagen, er lebt den Punkrock, denn er hört ihn nicht nur, sondern spielt ihn auch selbst, mit seiner Band "Scam". Viele Lieder gibt es leider noch nicht, aber durch seine rotzig, gute Stimme verblassen die quantitativen Mängel vor der Qualität.
Sein leicht ironisches Verhältniss zu seinem Vaterland ist schon fast legendär, besonders aber seine Abneigung gegen unfaire Gesetzeshüter, und so verwundert es auch nicht, wenn er einfach mal so den Hausbesetzer-Song laut anstimmt.
Zu seiner Umwelt hat Jona ansonsten ein absolut ungestörtes Verhältniss, sei es nun in seinem Hass auf AKW`s, seiner Treue gegenüber dem Fahrradfahren trotz Führerschein, den Besuchen auf Demos für den Frieden oder auch sein Verhältniss zu seinen Mitmenschen. Er mag nicht jeden, und zeigt das auch, aber wer ihn als Freund hat, weiß woran er ist. Wenn es jemanden gibt, der seinen eigenen Freundeskreis niemals enttäuscht hat, dann Jona. Fast möchte man eifersüchtig auf seine Freundin sein, mit der er, schon seit über drei Jahren zusammen ist. In einem Satz, Jona dich muss man einfach lieb haben!

