Abi2002ibAGymnasium im Schloß Wolfenbüttel
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Elin W

Steht man morgens auf der Brücke, so kann man sich sicher sein, das eine der letzten die eintrudelt, Elin ist. Immer praktisch und sportlich in ihre Skijacke gekleidet, ist sie dann meist wenig ansprechbar, denn sie braucht wesentlich mehr Schlaf, als die Schule ihr zugestehen möchte. Also sucht sie den Kompromiss und ist nur so wach, wie es nötig ist, um ihren Politik oder Franz LK zu bestreiten. Erst gegen Mittag wird sie etwas aktiver, sammelt alle ihre Kräfte, um in der großen Pause eine China-Pfanne zu essen. Doch spätestens nachdem sie dann Nachmittags bei Darstellendes-Spiel gefordert wurde, hat sie alle ihre Energien verbraucht und trottet müde nach Hause. Aber Elin kann auch anders. Gibt man ihr Abends auf irgendeiner Party auch nur ein Bier zu trinken, wird sie so aktiv, lebendig und überschwenglich, das sie in heftigen Gesprächen schon mal die Jungen Grünen mit der Jungen Union verwechselt. Ihre Energie hat schon auf so mancher Party dafür gesorgt das Eis zu brechen. Auf den ersten Blick mag sie naiv wirken, doch wer sie näher kennt, weiß das hinter dieser kleinen Person mit dem niedlichen Gesicht mehr steckt. Beginnt bloß keine Diskussion mit ihr wenn ihr nicht viel Zeit habt, das kann nämlich dauern.

Basketball ist ihr Hobby, aber Skifahren ist ihr Leben, ihre Sucht. Anders kann man es sich wohl nicht erklären warum jemand mit einem gebrochenen Zeh oder entzündeter Unterschenkelmuskulatur nach Österreich fährt, um dort in den Ferien als Skilehrerin zu arbeiten. Auch wenn sie nicht mehr gehen kann, Skifahren geht immer. Ebenso rigoros fährt sie auch Auto, und übersieht dann auch mal gern den ein oder anderen Anhänger auf der Straße, sehr zum Leid ihrer Beifahrer.

Für spontane Ideen und Reisepläne ist sie schnell zu begeistern, nur ihre Mutter bremst sie manchmal in ihrer Überschwänglichkeit.  Es scheint nur zwei Dinge zu geben, die dieser lebensfrohen Person aufs Gemüt schlagen können; ihr freiheitsfanatischer Freund und ihre angeschlagene Gesundheit. Immerhin kann sie letzteres  meist durch eine Flut von Medikamenten, die sie täglich einnimmt, unter Kontrolle bringen.

Am Charakteristischen ist aber wohl ihr Gang, der auch schon als "eiern" bezeichnet wurde. Nie scheint sie so ganz genau zu wissen wo sie eigentlich hin will, und niemand wird es je schaffen ihren nächsten Schritt vorherzusagen. Vielleicht macht gerade diese Unberechenbarkeit sie so interessant.